Barbados
Barbados
Barbados ist ein unabhängiger Staat im Commonwealth und östlichste Insel der Westindischen Inseln, nördlich von Saint Vincent gelegen. Barbados gehört zum Teilbereich der Südlichen Inseln über dem Winde. Die Insel ist 34 Kilometer lang und maximal 23 Kilometer breit, mit einer Gesamtfläche von 430 Quadratkilometern.
Geographie
Barbados ist die östlichste Insel der Inselkette der kleinen Antillen zwischen dem Atlantik und der Karibik.
Barbados besitzt im Süden und Westen flache Küstenbereiche mit schönen Sandstränden, im Norden und Osten gibt es Steilküsten, das Innere der Insel ist flachwelliges Hügelland. Die höchste Erhebung ist mit 340 Metern der Mount Hillaby. Die Oberfläche der Insel wird von Korallenablagerungen auf Sedimentgesteinen gebildet, deswegen gibt es auf Barbados auch keine Mineralienvorkommen. Barbados hat keine natürlichen Tiefwasserhäfen und ist fast gänzlich von Korallenriffen umgeben.
Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005): Bridgetown 7.035 Einwohner, Speightstown 3.634 Einwohner und Oistins 2.285 Einwohner.
Bevölkerung
Etwa 92 Prozent der Bevölkerung sind Schwarze; die übrigen Weiße und Mulatten. Die Kindersterblichkeit liegt bei elf Toten auf tausend Geburten. Die Lebenserwartung liegt bei 76,4 Jahren, und der Alphabetisierungsgrad liegt bei 97,6%.
Die meisten Bajans gehören protestantischen Kirchen an (vor allem Anglikaner 40%, Pfingstler 8%, Methodisten 7% u.a.). Daneben gibt es Katholiken (4-5%), Juden und Muslime.
Geschichte
Die voreuropäischen Einwohner von Barbados waren Arawak und Kariben. Bei Beginn der europäischen Besiedlung waren sie jedoch bereits ausgestorben. Warum, ist nicht klar.
1625 übernahm England bzw. Großbritannien die Insel von den Portugiesen. Bis 1962 blieb sie danach in britischem Besitz. 1627 begann die Besiedlung der zu diesem Zeitpunkt menschenleeren Insel durch Großbritannien. Barbados' Wirtschaft blieb bis weit in das 20. Jahrhundert stark von der Zucker-, Rum- und Sirupproduktion abhängig.
Barbados blickt auf eine lange parlamentarische Geschichte zurück. Es verfügt über das drittälteste Parlament im Commonwealth (nach Westminster und Bermuda). Bereits 1639 wurde mit dem House of Burgesses das erste Parlament eingerichtet. Nach Konflikten mit Großbritannien wurden die Rechte des Parlaments und die der Bürger von Barbados 1652 in der „Charta of Barbados, or Articles of Agreement“ niedergelegt. Diese Verfassungsurkunde garantierte u.a. die Religionsfreiheit, Rechtstaatlichkeit, Eigentum und weitgehende parlamentarische Rechte und Unabhängigkeit.
Die in den Anfängen nur für die englischen Plantagenbesitzer geltenden Rechte wurde nach der vollen Sklavenemanzipation 1838 bis hin zur Unabhängigkeit am 30. November 1966 auf die schwarze Bevölkerungsmehrheit ausgedehnt. Von 1958 bis 1962 war Barbados eine Provinz der Westindischen Föderation.
Nach der Unabhängigkeit entwickelte sich in Barbados eine parlamentarische Demokratie, die sich ihrer Geschichte und Traditionen bewusst ist.
Politik
Barbados hat ein Zwei-Kammern-Parlament (House of Assembly und einen Senat).
Heute wird die Politik im wesentlichen durch die beiden großen Parteien, die Barbados Labour Party (BLP) und die Democratic Labour Party (DLP) bestimmt.
Nationalfeiertag ist der 30. November.
Von "http://de.wikipedia.org/wiki/Barbados"
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